Offener Brief Männerberatung Kiel

Die Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt unterstützt den Brief der Opferhilfe und hat diesen um einen weiteren Aspekt aus unserer Entwicklungsgeschichte mit einem weiteren offenen Brief ergänzt.

Offener Brief
Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Sehr geehrte Frau Dr. Schröder,
uns liegt der offene Brief der Opferhilfe Hamburg zum o.g. Betreff vor, den wir hiermit unterstützen und um eine kurze Anmerkung ergänzen möchten.

Die kurze Geschichte unserer Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt in Kiel zeigt deutlich, wie wichtig und hilfreich ein telefonisches Hilfeangebot für Opfer von sexuellem Missbrauch und zwar auch für männliche Opfer ist.

In Kiel und Schleswig-Holstein gab es bis Juli diesen Jahres kein spezifisches Hilfeangebot für männliche Betroffene von sexueller Gewalt. Auch das Hilfetelefon der landesweiten Frauenhelpline Schleswig-Holstein, das im nächsten Jahr zu Gunsten des bundesweiten Hilfetelefons eingestellt wird, ist nicht an Männer adressiert. Trotzdem wendeten sich viele betroffene Männer in ihrer Not an eben diese Frauenhelpline. Da hier tatsächlich nicht auf ein adäquates Beratungsangebot für Männer verwiesen werden konnte, entstand der Impuls dieses zu schaffen, was dann auch mit Hilfe des Deutschen Hilfswerkes umgesetzt werden konnte

Die Einladung auch an Männer, ein bundesweites Hilfetelefon zu nutzen, könnte daher ein kleiner Schritt sein, den Betroffenen erste Entlastung zu verschaffen und gleichzeitig die notwendige und bedarfsgerechte Entwicklung weiterer Hilfen anzustoßen so wie im Beispiel Kiel / Schleswig-
Holstein geschehen.

Wir schließen uns daher den Forderungen der Opferhilfe Hamburg uneingeschränkt an!

Mit freundlichen Grüßen
Florian Krampen
(Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt)

PDF Download - Offener Brief Männerberatung Kiel